Im Juli 2008 zeichnete die UNESCO die Albula- und Berninalinie als UNESCO Welterbe aus. Damit würdigt die UNESCO die 122 km lange Strecke mit den zahlreichen Eisenbahnkunstbauten und der einzigartigen Streckenführung. Spektakuläre Bahnarchitektur, tiefe Schluchten, kühle Gletscher und mediterranes Klima: das Zusammenspiel zwischen Bahn, Landschaft und Menschen macht die "ausgezeichnete" Strecke einzigartig.
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Die Albulalinie (Thusis - St.Moritz) wurde 1904 vollendet. Im Gegensatz zur Berninalinie wurde als klassische Gebirgsbahn für Dampfbetrieb konstruiert, welche universell nutzbar und deshalb effizient sein sollte. Ihre Trassierung und ihre Kunstbauten aus lokalem Bruchstein sind der Höhepunkt der klassischen Bahnbauperiode. Für den Bau wurden bekannte Fachleute beigezogen, welche die Trassierungen und alle Bauten nach Normen erstellten, die der fortschrittlichsten Praxis des Gebirgsbahnbaus entsprachen. Die Albulabahn galt schon zur Zeit ihrer Entstehung als Meisterwerk. Der Landwasserviadukt sowie die Kehrtunnels im Albulatal sind die ingenieurtechnischen Meisterwerke auf der Alpennordseite.
Die Berninalinie (St.Moritz - Tirano) wurde 1910 vollendet. Die Wahl der Linienführung war massgeblich durch die Vermittlung von touristischen, landschaftlichen Attraktionen motiviert. Die Bahn war von Beginn an eine innovative Adaption der elektrischen Überlandbahn mit gekonnter Trassierung im Hochgebirge. Sie wurde im Alpenraum Vorbild für viele projektierte und einige gebaute Überlandbahnen. Heute ist die Berninastrecke weltweit einzigartig: Es handelt sich um die höchstgelegene Alpentransversale und um eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt. Die Überwindung des Berninapasses (2253 m.ü.M.) sowie der Kreisviadukt in Brusio sind die ingenieurtechnischen Meisterwerke auf der Alpensüdseite.
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