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Albula- und Berninalinie als UNESCO Welterbe

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San Carlo und Poschiavo

San Carlo

Der bunt bemalte Turm der Kirche San Carlo Borromeo ist von weitem sichtbar. Im reich geschmückten Innern, in der „Cappella della Passione“ finden sich wertvolle Fresken eines unbekannten lombardischen Malers. Am Fluss liegt der restaurierte, vorindustrielle Handwerksbetrieb aus dem frühen 19. Jahrhundert, „Mulino di Aino“ genannt. 

San Carlo

Ein Teil des Poschiavino fliesst kanalisiert auf ein Wasserrad, das eine Getreidemühle, eine Schmiede und eine Sägerei antreibt. Auch werden alte Getreidesorten in einem Schaugarten angepflanzt wie beispielsweise Buchweizen, woraus die famosen Pizzoccheri gemacht werden. In San Carlo ist auch die Bio Käserei zu finden, die die Milch der Puschlaver Bauernbetriebe verarbeitet, vorzügliche Milchprodukte herstellt, die auch jenseits der Talgrenzen gefragt sind.

Poschiavo

Der Name Poschiavo leitet sich ab von „post clavem“, was soviel wie „hinter der Talsperre“ bedeutet. Gemeint ist damit die durch einen prähistorischen Bergsturz gebildete Talenge bei Miralago. Wer Poschiavo von oben betrachtet, sieht die drei Türme, die aus einem Mosaik Steinplatten gedeckter Dächer aufragen: Den romanischen Turm der katholischen Kirche, den barocken Turm der reformierten Kirche und den mittelalterlichen Turm des Rathauses.

Poschiavo

Neben der ausladenden Piazza liegen die Casa Console mit einer bemerkenswerten Gemäldesammlung der romantischen Epoche und der ockerfarbene Bau des alten Klosters, des „Vecchio Monastero“, das zur ökumenischen Begegnungsstätte wurde. Ins Auge springen die massiven Bauwerke der Patrizierhäuser aus dem 17. Jahrhundert, insbesondere der Palazzo De Bassus-Mengotti, der zusammen mit der bäuerlichen Casa Tomé das Heimatmuseum beherbergt. 

Am Südrand erblickt man die lange Reihe neoklassizistischer Palazzi mit ihren vorgelagerten, gepflegten Gärten, die von Puschlaver Auswanderern nach ihrer Heimkehr ab 1857 nach venezianischem Vorbild errichtet wurden. Die Pappel umstandene Barockkirche Santa Maria Assunta steht auf freiem Feld und gleich dahinter befindet sich der moderne Neubau des Augustinerinnen Klosters. 

Im Norden an der Passstrasse erkennt man die Getreidemühle, die bis zu 1m lange Spaghetti, Mehle und Buchweizennudeln herstellt. Am gegenüberliegenden Hang liegt das romanische Kirchlein San Pietro, der katholische Friedhof, daneben der Bahnhof, die Serpentin und Sassalbo Marmor verarbeitende Steinsägerei, das Gemeindehaus und die Gebäude der international tätigen Elektrizitätswerksgesellschaft.

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