Im Herzen des Borgo befindet sich die Pfarrkirche San Vittore Mauro. Es ist anzunehmen, dass es sich um die schon im Jahr 703 zitierte Hauptkirche des Tals handelt. Ihre heutige Gestalt ist uneinheitlich: Der imposante romanische Glockenturm geht auf das Jahr 1212 zurück, während der Chor und das Langhaus zwischen 1497 und 1503 im gotischen Stil komplett neu erbaut wurden. Bei der Restaurierung des Innenraums im Jahr 1903 wurde die barocke Ausstattung durch neugotische Elemente ersetzt.
Die Stiftskirche San Vittore Mauro ist tagsüber geöffnet.
Dieser kleine Sakralbau wurde 1732 errichtet und steht damit am Ende einer seit der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts andauernden Periode reger katholischer Bautätigkeit. Wie alle barocken Kirchen im Tal ist auch das Oratorio ein sichtbares Denkmal der Gegenreformation. In 1903 wurde die neben der Stiftskirche San Vittore Mauro liegende Loggia des Oratoriums Sant'Anna in ein Beinhaus umfunktioniert.
Ein wichtiges Beispiel der barocken Architektur des frühen 18. Jahrhunderts ist die Kirche Santa Maria. Ihre ausgewogenen Proportionen, welche durch die isolierte Lage am Südrand des Dorfes noch betont werden, die mächtigen Stufen, die zum Hauptportal führen und die das Bauwerk umrahmenden Pappeln zeichnen sie aus. Das Innere ist mit einer kostbaren Ausstattung versehen, die Kuppel mit interessanten illusionistischen Fresken.
Den Schlüssel ist am Schalter von Valposchiavo Tourismus am Bahnhof erhältlich.
Mit seinem rechteckigen Schiff und dem eingezogenen halbrunden Chor entspricht der kleine Bau für romanische Landkirche in Graubünden üblichen Typus - eine Erbauungszeit im Frühmittelalter ist jedoch nicht ausgeschlossen. In ihrer heutigen Gestalt ist sie jedenfalls der älteste Sakralbau des Puschlavs. Ihre abgeschiedene Lage am westlichen Teilhang erklärt sich möglicherweise durch einen ehemals hier vorbeiführenden Saumweg zum Berninapass.
Der Schlüssel ist am Schalter von Valposchiavo Tourismus am Bahnhof erhältlich.
Das der Dreifaltigkeit gewidmete Gotteshaus wurde zwischen 1642 und 1653 in einem schlichten barocken Stil erbaut. Der Glockenturm entstand über 20 Jahre später und erhielt im 18. Jahrhundert eine bunte Dekoration. Die Strenge des Innenraums spiegelt die protestantische Denkweise wieder.
Die evangelische Kirche ist von März bis Oktober tagsüber geöffnet.
Hinter der Propsteikirche liegt eine eindrucksvolle Klosteranlage. Seit 1629 ist sie Sitz einer klösterliche Frauengemeinschaft, die seit 1684 dem Augustinerorden angehört. Die Struktur wurde in mehreren Etappen, aufbauend auf die älteren Gebäudeteile, bis ins 18. Jahrhundert erweitert und ist umgeben von einer hohen Mauer. Heute beherbergt sie ein Zentrum für kulturelle und religiöse Begegnung.
Nach Voranmeldung ist eine Besichtigung der Klosteranlage sowie der
Sammlung von Wolfgang Hildesheimers Collagen möglich.
Die Kirche San Carlo Borromeo wurde 1612 errichtet. Drei reichlich mit wertvollen, barocken Fresken und Stuckaturen geschmückte Seitenkapellen wurden 1636, 1638 und 1704 angebaut.
Die Kirche San Carlo Borromeo ist tagsüber geöffnet.