Otmaro Beti

40 Jahre
Lebt in Somaino Li Taiadi (San Carlo)
Bauer und Älpler

Wenn ich eine Pflanze wäre, dann wäre die Valposchiavo meine Wurzeln. Dieses Tal ist mein Nährboden, es ist die unerschöpfliche Energie- und Inspirationsquelle. Hier bin ich aufgewachsen in perfektem Einklang mit der Natur und auf dieselbe Weise ziehe ich hier meine Kinder gross.

Ich habe viele andere Orte und Länder besucht und habe andere Realitäten kennengelernt, die meinen Horizont erweitert haben. Aber die Sehnsucht nach meinem Herkunftsort war immer stärker und ich kehrte immer wieder in mein Tal zurück, um mich schliesslich hier niederzulassen und meine Familie zu gründen.

Ich glaube, in der Valposchiavo zu leben ist ein grosses Glück und ich bin nicht wenig stolz darauf, dass ich durch meine Tätigkeit als Bauer konkret und nachhaltig zur Erhaltung dieses kleinen Stücks Paradies auf Erden beitragen kann.

Auch zu Tisch liebe ich die lokalen Traditionen: Einfache Gerichte, aus wenigen und simplen Zutaten zubereitet, aber immer schön nahrhaft! Nur so konnten unsere Vorfahren die anstrengende Landarbeit in Angriff nehmen - und das ist noch gar nicht so lange her.

Kein hochgelobtes Gourmet-Gericht kann es mit einem dampfenden Teller Taiadin cun murtadela o salam fait in ca von meiner Mutter Caterina aufnehmen...

Sowohl wegen meines Berufs aber auch, weil es mir so am wohlsten ist, verbringe ich den grössten Teil meiner Zeit unter freiem Himmel. Seit meiner Kindheit liebe ich den Umgang und die Arbeit mit den Tieren auf dem Bauernhof. Gerne erinnere ich mich, wie ich schon mit 9 Jahren li mei vachi (dial. für “meine Kühe”) bei Stabluvedru auf fast 2000 m ü. M. nahe dem Bernina-Pass hütete. Vielleicht gehört diese Alp deshalb nach wie vor zu meinen Lieblingsorten im Tal.

Nur wenigen ist übrigens bekannt, das genau da mehrere Hufeisen und ein goldverzierter Metallsporn aus dem 7.-8. Jhd. n. Chr. gefunden wurden. Diese Funde beweisen, dass der Berninapass seit mehr als 1’000 Jahren begangen wird. Heute befinden sie sich im Rhätischen Museum in Chur. Ausserdem beweisen weitere Zufallsfunde von Steinobjekten, dass diese Gegend bereits in der Steinzeit von Menschen begangen wurde.

Weitere Geschichten aus der Valposchiavo

„100% Valposchiavo“ für den SVSM-Award nominiert

02. August 2017

Zusammen mit der Flughafenregion Zürich und dem Gemeindeverband LuzernPlus wurde das Projekt „100% Valposchiavo“ für den SVSM-Award in der Kategorie „Lokale Projekte“ nominiert.

Valposchiavo – Mosaico di persone

10. Juli 2017

Vom 22. Juli bis zum 6. August 2017 beherbergte die Galleria Pgi di Ausstellung "Valposchiavo – Mosaico di persone", ein Foto-Projekt von Willy Spiller, der mit einer Serie von Porträts die Physiognomie einer „immer offeneren Region“ einfängt. 

Theaterproduktion "Sanatorium Stella Alpina"

09. Juli 2017

Das "Sanatorium Stella Alpina" mischt die 160-jährige Geschichte des Hotels "Le Prese" mit der  jahrhunderlangen Tradition der Schweiz als Wellness-Land. Wasser- und Kuhstallkuren spielen eine ebenso wichtige Rolle wie Freiluft-Körperertüchtigungen und eigenartige Ernährungstipps. Wahre Wissenschaft und Scharlatanerie  lassen sich dabei nicht immer auseinander halten. Im Zweifelsfalle gilt aber auch hier: nützt's nicht, schadet's nicht. 

Sechs Ladestationen für Elektrofahrzeuge in der Valposchiavo

26. Juni 2017

Sechs Ladestationen für Elektrofahrzeuge zwischen 1000 und 2300 Metern über Meer in einer Region, in der nur knapp 5000 Personen leben: Die Valposchiavo macht Ernst in Sachen Elektromobilität!

Bleiben Sie in Kontakt mit der Valposchiavo!

Valposchiavo Turismo

CH-7742 Poschiavo

T +41 81 844 05 71

E info@valposchiavo.ch

logo unesco de